ORIGINAL COPY
ORIGINAL COPY
Eine Bachelorarbeit von Jan-Malte Verlemann.
Entstanden im Wintersemester 2025/26 an der
Muenster School of Design.
Projektbegleitung:
Prof. Alexander Sander
Dr. Tobias Held
Ein Bachelorprojekt von
Jan-Malte Verlemann.
Entstanden im Wintersemester 2025/26 an der
Muenster School of Design.
Projektbegleitung:
Prof. Alexander Sander
Dr. Tobias Held
DAS PROJEKT
DAS PROJEKT
Dieses Projekt entstand aus einem Hinterfragen. Hinterfragen der eigenen Praxis: Wo kommen meine Ideen her? Warum gestalte ich so, wie ich gestalte? Was für ein Ziel verfolge ich damit? Aber auch ein Hinterfragen der vorherrschenden Designpraxis: Sind wir Problemlöser oder Dienstleister? Verändern wir die Welt oder reagieren wir auf die Welt, die sich verändert? Ist der Innovationsgedanke ein Ideal, das wir aus dem Auge verloren haben, oder ein Mythos, an dem wir uns festklammern, um wirtschaftlich interessant zu bleiben?
Diese Gedanken kamen mir, nicht zuletzt befeuert durch aktuelle technische Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz. Wo kommen Ideen her? Was braucht es, um auf diese zu kommen? Kann eine Maschine kreativ sein?
Ideen entstanden nie im luftleeren Raum. Schaut man historisch zurück, so bildet sich das Bauhaus, welches im Allgemeinen als erstes Ensemble des modernen Designs betrachtet wird, aus Künstlern, Architekten und Handwerkern, deren Ideen durch Möglichkeiten der technischen Innovation angetrieben worden sind. Otl Aichers Farbwahl in der visuellen Identität der Olympischen Spiele 1972 in München war nicht zuletzt eine bewusst politische Entscheidung, doch inspirierte ihn konkret das Umfeld, in dem diese Spiele stattfanden: »Hier hast Du die vollständige Farbpalette der Münchner Olympischen Spiele. Das Hellblau des Sees im Vordergrund, das silberne Glitzern der Wellen, das Hellgrün der Frühlingsfelder, das Dunkelgrün der nahen Wälder, das Violett der entfernteren Wälder und im Hintergrund die silber-blauen Berge und darüber der Föhnhimmel.« Das gesamte Projekt selber ist ein Musterfall dafür, wie verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten, um ein Gesamtwerk zu schaffen.
Spätestens mit der Globalisierung des Internets ist Remix eine völlig etablierte Praxis und hat alle Grenzen aufgebrochen. Digitale Werkzeuge haben dazu alles deutlich zugänglicher, einfacher und schneller gemacht. Wir können uns kaum abwenden von der Flut an Informationen, die an unseren Fingerspitzen klebt. Mehr Input gleich besserer Output. Mehr Output gleich mehr Input. Oder?
Mit diesem Projekt stelle ich die Frage nach der Intention und Verantwortung. Ich möchte ein Bewusstsein auf beiden Seiten schaffen, bei Designer*innen und bei denen, die mit Design in Berührung kommen (also jeder): Warum ist es wichtig, sich die Frage zu stellen, wie Gestaltung entsteht?
Dieses Projekt entstand aus einem Hinterfragen. Hinterfragen der eigenen Praxis: Wo kommen meine Ideen her? Warum gestalte ich so, wie ich gestalte? Was für ein Ziel verfolge ich damit? Aber auch ein Hinterfragen der vorherrschenden Designpraxis: Sind wir Problemlöser oder Dienstleister? Verändern wir die Welt oder reagieren wir auf die Welt, die sich verändert? Ist der Innovationsgedanke ein Ideal, das wir aus dem Auge verloren haben, oder ein Mythos, an dem wir uns festklammern, um wirtschaftlich interessant zu bleiben?
Diese Gedanken kamen mir, nicht zuletzt befeuert durch aktuelle technische Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz. Wo kommen Ideen her? Was braucht es, um auf diese zu kommen? Kann eine Maschine kreativ sein?
Ideen entstanden nie im luftleeren Raum. Schaut man historisch zurück, so bildet sich das Bauhaus, welches im Allgemeinen als erstes Ensemble des modernen Designs betrachtet wird, aus Künstlern, Architekten und Handwerkern, deren Ideen durch Möglichkeiten der technischen Innovation angetrieben worden sind. Otl Aichers Farbwahl in der visuellen Identität der Olympischen Spiele 1972 in München war nicht zuletzt eine bewusst politische Entscheidung, doch inspirierte ihn konkret das Umfeld, in dem diese Spiele stattfanden: »Hier hast Du die vollständige Farbpalette der Münchner Olympischen Spiele. Das Hellblau des Sees im Vordergrund, das silberne Glitzern der Wellen, das Hellgrün der Frühlingsfelder, das Dunkelgrün der nahen Wälder, das Violett der entfernteren Wälder und im Hintergrund die silber-blauen Berge und darüber der Föhnhimmel.« Das gesamte Projekt selber ist ein Musterfall dafür, wie verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten, um ein Gesamtwerk zu schaffen.
Spätestens mit der Globalisierung des Internets ist Remix eine völlig etablierte Praxis und hat alle Grenzen aufgebrochen. Digitale Werkzeuge haben dazu alles deutlich zugänglicher, einfacher und schneller gemacht. Wir können uns kaum abwenden von der Flut an Informationen, die an unseren Fingerspitzen klebt. Mehr Input gleich besserer Output. Mehr Output gleich mehr Input. Oder?
Mit diesem Projekt stelle ich die Frage nach der Intention und Verantwortung. Ich möchte ein Bewusstsein auf beiden Seiten schaffen, bei Designer*innen und bei denen, die mit Design in Berührung kommen (also jeder): Warum ist es wichtig, sich die Frage zu stellen, wie Gestaltung entsteht?
LITERATUR
LITERATUR
Polanyi, Michael - Implizites Wissen (1985)
Larusso, Silvio - What Design Can't Do (2023)
Pater, Ruben - CAPS LOCK (2021)
Rudnick, David - Lecture "Crisis of Graphic Practices: Challenges of the Next Decades" (2017), veröff.: Strelka Institute
Troemel, Brad - the AI report (2023)
Goodspeed, Elizabeth - On what happens when design becomes prefab (2025), veröff.: It’s Nice That
Goodspeed, Elizabeth - On what happens when we treat the past like a stock library (2025), veröff.: AIGA Eye on Design
Goodspeed, Elizabeth - All Advertising Looks the Same These Days. Blame the Moodboard (2022), veröff.: It’s Nice That
Goodspeed, Elizabeth - On the importance of taste – and how to acquire it (2024), veröff.: It’s Nice That
AUSBLICK
AUSBLICK
Aktuell arbeite ich an einer vollständigen Printversion des kompletten Projekts inklusive weiterführender theoretischer Einordnung auf Basis von Michael Polanyis Konzept des »impliziten Wissens« und Analyse durch eigene Essays.
Updates via:
Instagram: @studiojotmvau
studiojotmvau.com
DANKSAGUNG
DANKSAGUNG
Ich möchte mich bei allen bedanken, die dieses Projekt unterstützt, begleitet und mit möglich gemacht haben.
Mein besonderer Dank gilt Prof. Alexander Sander als Erstprüfer für die enge Zusammenarbeit, den fachlichen Austausch, den Freiraum in der Ausgestaltung und die gezielten Hinweise genau dann, wenn sie entscheidend waren.
Außerdem danke ich meinem Zweitprüfer Dr. Tobias Held. Durch seine Lehre konnte ich schon vor dem Projekt wichtige Erkenntnisse sammeln, die später zum Ausgangspunkt dieser Arbeit wurden.
Danke auch an die Dozenten Jan Höckesfeld und Jakob Fangmeier für die aufschlussreichen Gespräche und die wichtigen Impulse im Projektverlauf.
Ebenso danke ich Onno Bargfrede, stellvertretender Leiter des DA Kunsthaus, für das offene Gespräch und die Möglichkeit, dieses Projekt auf Grundlage des Kloster Gravenhorst umsetzen zu können.
Danke an Felix Geiger für die unermüdlichen Gespräche und dafür, dieselbe Motivation und Neugier zu teilen. Maja Michalowska und Shayan Pieper danke ich für den hilfreichen Austausch und die Unterstützung im Projektkurs.
Dieses Projekt widme ich Michelle Körner. Für Geduld, Verständnis und unermüdliche Motivation.
Danke.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die dieses Projekt unterstützt, begleitet und mit möglich gemacht haben.
Mein besonderer Dank gilt
Prof. Alexander Sander als Erstprüfer für die enge Zusammenarbeit, den fachlichen Austausch, den Freiraum in der Ausgestaltung und die gezielten Hinweise genau dann, wenn sie entscheidend waren.
Außerdem danke ich meinem Zweitprüfer Dr. Tobias Held. Durch seine Lehre konnte ich schon vor dem Projekt wichtige Erkenntnisse sammeln, die später zum Ausgangspunkt dieser Arbeit wurden.
Danke auch an die Dozenten Jan Höckesfeld und
Jakob Fangmeier für die aufschlussreichen Gespräche und die wichtigen Impulse im Projektverlauf.
Ebenso danke ich
Onno Bargfrede, stellvertretender Leiter des DA Kunsthaus, für das offene Gespräch und die Möglichkeit, dieses Projekt auf Grundlage des Kloster Gravenhorst umsetzen zu können.
Danke an Felix Geiger für die unermüdlichen Gespräche und dafür, dieselbe Motivation und Neugier zu teilen.
Maja Michalowska und
Shayan Pieper danke ich für den hilfreichen Austausch und die Unterstützung im Projektkurs.
Dieses Projekt widme ich Michelle Körner. Für Geduld, Verständnis und unermüdliche Motivation.
Danke.