Briefing

Ausgangspunkt für alle drei Gestaltungswege ist dasselbe Briefing: Für das ehemalige Kloster Gravenhorst, das heute als Kunstgalerie und Veranstaltungsort genutzt wird, soll eine visuelle Identität für ein neues, fiktives Ausstellungs- und Veranstaltungsformat entstehen. Mit „visueller Identität“ ist dabei nicht ein einzelnes Logo gemeint, sondern ein wiedererkennbares Gestaltungssystem, das sich über verschiedene Medien und Formate hinweg konsequent anwenden lässt. Wichtig ist: Es geht bewusst nicht um eine einmalige Ausstellung zu einer einzelnen Person, sondern um ein wiederkehrendes Format, damit der Ort als konstante Bezugsgröße im Mittelpunkt bleibt. Für die Außendarstellung des Formats soll die jeweils entwickelte visuelle Identität exemplarisch auf verschiedene Medien angewendet werden: ein A2-Plakat, ein Fassadenbanner, ein Instagram-Erscheinungsbild sowie Merch-Artikel.

Die Veranstaltung

  Inhaltlich ist das Format interdisziplinär angelegt und bewegt sich an den Schnittstellen von angewandter Kunst, Popkultur und Technologie. Im Fokus stehen Themen und Phänomene aus der Alltagskultur zum Beispiel Mode, Werbung, Fotografie, Internet, Musik und digitale Medien. Der Anspruch ist klar zukunftsorientiert: kuratorisch „am Puls der Zeit“, offen für experimentelle Ausstellungskonzepte und immer auf der Suche nach neuen, unerwarteten Perspektiven. 

Die Ausstellung setzt sich aus den eingeladenen Gästen selbst zusammen: Sie bilden den kuratierten Kern des Formats. Einige sind über den gesamten Zeitraum hinweg mit Arbeiten präsent im Ausstellungsformat, andere treten punktuell mit Workshops, Talks oder Lesungen auf und manche verbinden beides. Entscheidend ist dabei die Vielfalt der Perspektiven: Jede Person bringt einen eigenen Blick auf zeitgenössische Kultur mit, arbeitet mit anderen Referenzen und Formaten und zeigt einen eigenen Umgang damit, wie Gegenwart beobachtet, eingeordnet und in künstlerische oder gestalterische Praxis übersetzt wird. So entsteht ein Programm, das Kontemporäres nicht nur ausstellt, sondern aus unterschiedlichen Haltungen heraus sichtbar macht und verhandelbar werden lässt. Der Zeitraum des fiktiven Formats ist auf den 01.03.26 bis 26.04.26 gesetzt.

Ziel

  Über die Veranstaltung soll moderne (Pop-)Kultur künstlerisch vermittelt werden und dabei sichtbar werden, wie ästhetische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen miteinander zusammenhängen. Gleichzeitig wird bewusst auf eine strikte Trennung zwischen „hoher“ und „populärer“ Kultur verzichtet. Als Erlebnisziel steht ein Ort im Vordergrund, der Austausch ermöglicht und inspiriert: an der Schnittstelle von Kunst, Alltag und Zukunft.

Zielgruppe

  Die Hauptzielgruppe sind junge, technikaffine und online geprägte Menschen (z. B. Studierende und Schüler*innen), die sich für Gegenwartskultur interessieren, aber nicht zwingend zum klassischen Kunstpublikum gehören. Zusätzlich richtet sich das Format an Menschen, die an aktuelle Entwicklungen in Kunst und Kultur interessiert sind, sowie an ein tendenziell älteres Publikum, das neugierig auf neue Formate ist und darüber auch einen Zugang zu jüngeren kulturellen Strömungen finden kann. Der Ton der Gestaltung soll dabei offen und nicht elitär wirken: experimentell, jung, „tapped in“, spielerisch und prozessorientiert.