1. Zwischenstand

2.
Zwischen-
stand

Etappe 2 ist der Moment der Verdichtung: Aus den bisherigen Skizzen und Varianten wähle ich die Vielversprechendsten aus und arbeite sie gezielt weiter aus. Der Output ist ein zusammenhängender Entwurfsstrang, der bereits deutlich zeigt, wie sich Typografie, Bildsprache und Aufbau zueinander verhalten aber noch nicht final ausgearbeitet ist. Begleitend halte ich als Reflexion fest, warum sich genau diese Richtung im Moment „richtig“ anfühlt und welche Kriterien dieses Gefühl konkret steuern. 

Diesen beiden Grafiken aus Etappe 1 fand ich am spannendsten. Die erste hob etwas Digitales, Raster-Basiertes durch die drei dimensionale Illusion auf etwas Bewegtes im Raum. Es scheint sich aus dem Raster zu bewegen. Die zweite Grafik, greift zwar durch die Konstruktion des Pfeils dies auch mit auf, doch hat mir eine andere Sache an diesem sehr gefallen. In diesem Pfeil stecken zwei Bewegungsrichtungen. Zum einen die vom Pfeil angegeben Richtung und zum anderen die Richtung der Verläufe. Diese wirken so als würden sie vom Zentrum her auseinander schnellen und dabei den Pfeil als ein Art Riss erzeugen. Die beiden Grafiken zusammen repräsentieren für mich Bewegung auf Mikro und Makro Ebene. Große Verschiebungen die neuen Ebenen eröffnen und das kleine Treiben, das immerzu unruhige das sich nicht zufriedengibt mit dem Status Quo und diese großen »Shifts« erst möglich macht.

Die Frage war, ob sie sich auch Visuell zusammen funktionieren würden. Ich schob sie zusammen und übereinander, riss den Pfeil weiter auf und schloss ihn wieder. Die kleinen Flächen Instanzen waren auf Mikroebene Informationsträger und das sollten sie sich auf Makro-Ebene fortführen also entschied ich mich dazu an Pfaden von Typografie auszurichten.

Dies funktionierte prinzipiell auch schon ganz Gut, es entstanden definitiv interessante Visuals und Kompostionen doch fehlte mir noch ein Bindeglied um es als Zusammenzuhalten. Der zuvor entwickelte Name »CURRENT« übernahm ich aufgrund seiner Doppeldeutigkeit die auf zwei Wegen Bezug auf das Konzept der Veranstaltung nahm.


Eine Referenz führte mich bei dieser Suche noch weiter in die digitale Ästhetik und dessen Fragmente.

Artefakt
Artefakt

Während die Visualität mir doch ein zu großes Gimmick war, führte diese Exploration eine wichtige Ebene der ich vorher noch nicht so bewusst Gedanken geschenkt hatte. Denn die abgeleiteten Farben festigten den Entwurf deutlich.


Ein weiteres Artefakt brachte dann etwas Später die entscheidende Stellschraube mit. Anstand nur in Reihen zu denken teilte ich das Basis-Raster einmal Vertikal und fragmentierte das gesamte Layout in viere Blöcke. Dies brachte nicht nur auf funktionaler Ebene eine viel größere Möglichkeiten für Varianz, sondern eröffnete nochmal ein spannenderes Zusammenspiel der beiden grafischen Elemente.

Artefakt
Artefakt
Artefakt
Artefakt

Ich probiert jetzt gezielter eine zusätzliche typografische Informationsebene mit ins Spiel zu bringen. Die »Meta Space« Referenz brachte mir die kleinen Flächen aus den Pfad-Instanzen fortzuführen. So ging die Informationen nicht unter, die Komposition wird nicht durch ein völlig neues Element gestört.